record-o-mat on stage

Das interaktive Bühnenformat „record-o-mat on stage“ besteht aus der partizipativen Soundinstallation record-o-mat und einem Musiker oder einer Musikerin.

Konzert- oder Festivalbesucher können im record-o-mat eigene Soundaufnahmen generieren, die fragmentiert und komponiert zum Grundmaterial eines Bühnenerlebnisses werden, bei dem ein/e Musiker*in live in eine dialogische Improvisation mit dem Material geht. So möchten wir ein fantastisches und tatsächlich einzigartiges musikalisches Erlebnis schaffen, in dem das Unerwartete und überraschend Vertraute in zufallsbasierter digitaler und improvisatorischer Kombinatorik atmosphärisch erlebbar gemacht werden kann.

In einer beiläufigen Foyer- oder Festival-Situation finden die Konzert-Besucher*innen den record-o-mat vor. Ohne die Intention klar zu offenbaren, werden alle zwanglos eingeladen eigene spontane Beiträge in der Kabine aufzunehmen. Fragmentierung und Durchmischung der Soundaufnahmen bilden eine live generierte Komposition, die außerhalb des record-o-mat (leise) ausgestrahlt wird. Die partizipative Soundinstallation „record-o-mat“ ist für sich abgeschlossen, kann daher auch bereits über längeren Zeitraum vorab bespielt werden.

In einem späteren Konzert-Setting wird das gesammelte Audiomaterial Grundlage der speziell für das Konzert programmierten Komposition, die die eine Hälfte eines einzigartigen Duetts für Audiofragmente und instrumentelle Improvisation darstellt. Die/der Musiker*in bezieht sich in der Improvisation dialogisch auf die aktuellen sich ständig wandelnden Audiofragmente. So entsteht ein diesem Konzertereignis spezifisch atmosphärisches Werk. 

Das Format „record-o-mat on stage“ ist neuartig und innovativ. Auf der Nahtstelle zwischen Analogem und Digitalem ist das Prinzip der Vermischung und des Dialogs zwischen beiden zentral. Es gilt einen gleichberechtigten Dialog zwischen zwei ganz unterschiedlichen Mitspielern herzustellen: der record-o-mat als maschinelles, vom Zufall geleitetes Kompositionstool auf der einen Seite und die/der improvisierende, interagierende Musiker*in auf der anderen. Die Akzeptanz für den Zufall und das Unerwartbare wird gleichermaßen von den Konzertbesucher*innen als auch von dem Instrumentalisten herausgefordert bzw. gefördert.

Termine:
voraussichtlich am 12. Juni 2022 im Rahmen von 48h Wilhelmsburg, dem Nachbarschafts-Musikfestival.

Dieses Projekt wurde unterstützt mit dem Zukunftsstipendium Musik vom Landesmusikrat Hamburg,
finanziert durch die Behörde für Kultur und Medien (BKM)